EDEWA - Der Postkolonialwarenladen

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Diskriminierungen sind vielfältig und alltäglich. Dies ist die Grundannahme, auf der die interaktive Wanderausstellung »EDEWA – Der Postkolonialwarenladen« basiert. In Form eines nachgebauten Supermarktes werden koloniale Kontinuitäten anhand eigens hergestellten Produkten sichtbar gemacht. Gleichzeitig wird an der mangelhaften Aufarbeitung deutscher Kolonialgeschichte, v.a. im Kontext des Kolonialwarenhandels, Kritik ausgeübt und in die postkoloniale Theorie eingeführt. Die antikolonialen und rassismuskritischen Produkte sind zum Anfassen und Diskutieren. Sie sollen durch Perspektivumkehr den ‘normierten’ Blick der hegemonialen Mehrheitsgesellschaft herausfordern und Möglichkeiten aufzeigen, die eigenen Diskriminierungserfahrungen zu reflektieren.

»EDEWA« ist im Rahmen meines zweiteiligen Seminars „May Ayim – Schwarze deutsche Feministin?!“ an der Humboldt-Universität zu Berlin im WiSe 11/12 und SoSe 2012 entstanden und wurde durch Drittmittel der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Berliner Projektfonds kulturelle Bildung gefördert. Neben wissenschaftlicher Reflexion der eigenen sozialen Positioniertheit bietet die Wanderausstellung eine lebensweltbezogene Anwendung kultureller und interkultureller Praxis sowie ein medienpädagogisches Lernangebot in Form eines von Jugendlichen erarbeiteten Audio-Guides mit Begleitheft und selbstkonzipierten Projektmappen.

Bisherige Ausstellungsorte:
Kunsthaus Dresden (2018)
Haus der Jugend Berlin (2017)
Gesamtschule Petershagen, Brandenburg (2017)
Jugendinformationszentrum, München (2016)
Galerie Weserstr, Berlin (2015)
Berliner Festspiele (2014)
Rathaus Schöneberg, Berlin (2013)
Rroma Aether Klub Theater, Berlin (2012)
Casa Latinoamericana, Berlin (2012)
Bund für Diskriminierungsfreie Bildung, Berlin (2012)
EDEWA plant für 2019 eine mehrteilige Ausstellungstour, die durch verschiedene deutsche Städte führen wird. Falls wir auch in eure Nähe Halt machen sollen, schreibt an:
edewa@gmx.de
https://vimeo.com/239355495
http://www.edewa.info