Workshops

Die folgenden Workshop-Formate können auf Anfrage gebucht werden:

  • Colors of Feminism

Welche „Farbe“ haben Feministinnen? Oder ist Feminismus „farblos“? Wer gilt in feministischen Kreisen als „farbig“? Und wer als „farbenblind“? Diese und ähnliche Fragen werden in aktivistischen Frauenkreisen immer wieder aufs Neue gestellt und führen auf die falsche Fährte. Denn der angloamerikanische Kampfbegriff Colors lässt sich nicht mit „Farben“ oder „farbig“ über_setzen. Vielmehr ist von Widerstand die Rede: Women of Color sind Frauen des Widerstands! Und widerständige Frauenpositionen gibt es innerhalb der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft viele. In diesem Workshop werden wir anhand der Biografie von Sarah Baartmann  den Schwarzen Feminismus analysieren und herausarbeiten, warum Feminismus im deutschen Kontext unhinterfragt als „weiß“ verhandelt wird.  

  • Rassismus und Sprache

Sprache ist kein neutrales, passives Medium, mit dem gesellschaftliche Wirklichkeiten „objektiv“ abgebildet werden. Stattdessen stellen Menschen u.a. durch ihre Wortwahl und ihren Sprechstil unterschiedliche Sichtweisen und Wirklichkeitsvorstellungen aktiv her. Auch wenn die diskriminierende Wirkung von Sprachhandlungen in der öffentlichen Wahrnehmung oft auf Schimpfwörter beschränkt wird, kommt sprachliche Diskriminierung weit häufiger vor, als es zunächst scheint. Der Workshop setzt sich kritisch mit Rassismus und Sexismus und deren Verknüpfungen und Überschneidungen am Beispiel von Sprache und Schreiben auseinander. Es gibt viele verschiedene Formen, die eigenen Sprachhandlungen zu verändern und den eigenen Sprachgebrauch zu reflektieren, sich Sprache neu anzueignen ist nur eine Möglichkeit.

  • Critical Whiteness

„Critical Whiteness“ ist in allem Munde. Es wird heiß debattiert – von dem Einen hoch gelobt, von den Anderen heftig kritisiert. Doch was hat es mit dem Ansatz auf sich? Woher stammt es und wann wurde es in die Wissenschaft eingeschrieben? Ist mit seiner Verwendung ausschließlich ein „kritisches Weiß-sein“ gefordert oder geht – wie so häufig – etwas in der Übersetzung verloren? In meinem Vortrag werde ich dem „Critical-Whiteness-Ansatz“ auf die Spur gehen und aufzeigen, was er für Politik, Gesellschaft und Wissenschaft leisten kann bzw. sollte. Wichtig dabei ist die Reflexion der eigenen Positioniertheit, die sowohl privilegiert als auch deprivilegiert sein kann.